Zurück zur ersten Liebe
In letzter Zeit verspüre ich ein ständiges Anfragen Gottes.
Nun, ich denke, das ist kein Zufall. Ich schaue bereits auf über die Hälfte meines Lebens zurück. Über dreißig Jahre bin ich an den Herrn Jesus gläubig, über 20 Jahre glücklich verheiratet. Drei Kinder hat uns Gott geschenkt und über 17 Jahre darf ich zu Euch, meinen Geschwistern in Christus, gehören. Dankbar bin ich für die guten Beziehungen zu Euch und dafür, dass Gott mich in Eurer Mitte segnet. Familie und Gemeinde ist wunderbar!
Was will ich mehr? Gott will mehr! Ich möchte mich daher nicht damit zufrieden geben, obwohl ich, je konkreter ich darüber nachdenke, sehr dankbar bin. Nicht jedem von uns ist dies vergönnt. Und, das muss uns bewusst sein: äußerer Segen und Glück sind nicht das Entscheidende.
Ich habe mich an Manches gewöhnt und bin ungesund satt geworden. Mein geistliches Leben (so wie Ihr/Andere es wahrnehmen) ist nicht immer und ausschließlich von Gott gespeist. Da mischt sich viel Eigenes ein und führt dazu, dass ich die erste Liebe zu Christus verlasse. Ich habe sie nicht verloren, wie man einen Schlüssel oder ein Geldstück in einem Augenblick verliert. Verlassen beinhaltet vielmehr eigene Aktivität, ist ein Prozess, in den man sich begibt. Und das geschieht meist sehr schleichend und nicht spürbar. Meist auch nicht gewollt. Darin liegt auch die Tragik dieses Zustandes. Gott aber ist es ein Herzensanliegen, mich daraus herauszuführen.
Deswegen fragt Gott an! ER will mich aufwecken und rüttelt an meinem Lebenshaus. ER öffnet mir durch sein Wort und den Heiligen Geist meine Augen und Sinn. Wo stehe ich? Was macht mein Leben aus? Von wem oder was lasse ich mich bestimmen? Ist es noch Liebe, die erste Liebe zu Christus, die ich am Anfangs meines Lebens mit Christus hatte?
Ist es ungetrübte Liebe und Sehnsucht nach Gott, die mein Denken und Handeln bestimmt?
Ist es die Liebe Christi, die meine Liebe zu meiner Frau, Kindern und zu Euch entscheidend prägt?
Ich soll nachdenken wovon ich gefallen bin. Das ist schmerzhaft und Tränen fließen.
Christus steht vor mir und lässt mich seine Gnade schauen. Dann darf ich Buße tun, umkehren und mich neu auf Gottes Wege richten. Buße, die mich auch zu den ersten Werken kommen lässt, welche meine erste Liebe zu Christus begleitet haben. Diese Werke tat ich von Herzen gerne und sie brachten meine Liebe zum Ausdruck.
Christus spricht: Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.
Und dieses Wort ist aktuell. Ich möchte auf Christus hören, seinem Wort gehorchen, indem ich Täter des Wortes bin. Durch seinen Geist darf es geschehen. In Christus allein ist ein Leben zu seiner Verherrlichung möglich. Dazu bin ich berufen.